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Fragen und Antworten zu unserem Volksbegehren "Berlin 2030 klimaneutral"

Berlin bis 2030 klimaneutral machen. Das ist machbar. Es ist aber vor allem bitter notwendig. Die Zukunft unserer Zivilisation steht in Frage. Hier haben wir einige Fragen rund um unser Volksbegehren beantwortet.

Wir haben vier Monate Zeit, 175.000 gültige Unterschriften zu sammeln. Die Frist endet am 14. November 2022. Einsendeschluss ist wegen dem Postweg der 7. November.

Leider können bei Volksentscheiden in Berlin nur Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit und über 18 Jahre unterschreiben, die seit mindestens 3 Monaten in Berlin gemeldet sind.
Wir finden den Ausschluss von Menschen ohne Staatsbürgerschaft und Minderjährigen, die in Berlin wohnhaft sind, aus demokratischer Perspektive sehr schwierig und werden dies bei der Abgabe der Unterschriften thematisieren

Bei unseren Sammelteams oder an einem unserer Soliorte, die du auf unserer Karte findest. Wo wir sammeln, siehst du ebenfalls auf dieser Karte, auf Social Media, in unserem E-Mail-Newsletter oder unserem Telegram-Infokanal oder der Berliner Sammel-App (Apple / Android)

Nein, leider nicht. Bei Volksbegehren und Volksentscheiden müssen alle Unterschriften auf Papier erfolgen. Das ist vom Gesetzgeber in Berlin so vorgeschrieben.

Die Unterschriftenlisten werden an die Landeswahlleitung zur Überprüfung auf Gültigkeit und Zählung übergeben. Sie werden nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben.

Wir benötigen 175.000 gültige Unterschriften. In der Regel müssen wir mit einem viertel ungültiger Unterschriften rechnen, daher wollen wir 240.000 sammeln.

Du kannst deine Unterschriften bei allen Materiallagern abgeben oder direkt an unser Büro im bUm (Paul-Linke-Ufer 21, 10999 Berlin) schicken, deren Adresse auch rechts oben auf der Unterschriftenliste steht.

Komm zu einem unserer Onboardings. Dort stellen wir das Volksbegehren kurz vor, erklären, wie wir arbeiten und wie und wo du dich einbringen kannst. Jeden zweiten Mittwoch im Biergarten Südblock (Kotti) und jeden zweiten Montag im Gemeinschaftsgarten „Bauhütte Kreuzberg, Frieda Süd“ in der Friedrichsstraße 18/19. Oder schreib an onboarding@klimaneustart.berlin

Wenn du vor allem mit uns Unterschriften sammeln willst, schließ dich am besten einem Kiezteam an.

Bei unseren Materiallagern, die du auf der Übersichtskarte findest.

Eine Volksinitiative bestimmt fünf Vertrauenspersonen als Vertreter*innen. Die Vertrauenspersonen haben das Recht, in den zuständigen Ausschüssen des Abgeordnetenhauses gehört zu werden.
Unsere fünf Vertrauenspersonen sind:

  • Prof. Dr. Volker Quaschning (Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin)
  • Génica Schäfgen (Deutschlandchefin der Suchmaschine Ecosia)
  • Dr. Cornelia Auer (Wissenschaftlerin am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung)
  • Klara Kramer (Fridays for Future Berlin)
  • Stefan Zimmer (Klimaneustart Berlin)

Ende der 50er Jahre dachten die Menschen auch, es sei unmöglich, einen Menschen auf den Mond zu schicken und lebend wieder zurückzuholen. 1969 passierte genau das. Was möglich ist, entscheidet oft der politische Wille. Rein technisch sind die Lösungen vorhanden. Wir fordern das Nötige, um die menschliche Zivilisation zu retten und ein gutes Leben auch im Jahr 2050 oder 2100 in Berlin zu ermöglichen.

Keine Frage, der komplette Umbau Berlins zu einer klimaneutralen Stadt ist eine Mammut-Aufgabe. Aber je länger wir uns Zeit lassen, desto größer und teurer wird sie und desto schwerer wird ihre Lösung. Wir haben mit unserem KlimaStadtplan Maßnahmen für die verschiedenen Bereiche vorgelegt. Zwischen April und Juli hat der Klima-Bürger*innenrat über Maßnahmen für Klimaneutralität bis 2045 beraten. Die sollte der Senat jetzt zügig umsetzen. Damit wir hier noch eine Schippe drauf legen können, müssen wir jetzt die Ziele an das 1,5-Grad-Limit anpassen.

Häuser müssen mit moderner Wärmedämmung saniert werden, damit wir weniger Heizungsenergie benötigen. Dann lassen sich mit Wärmepumpen ganze Häuser klimaneutral beheizen. Auch Solarthermie, Geothermie und Wärmepumpen z.B. in der Spree können neue, klimaneutrale Energiequellen sein.
Ein erster großer Hebel wird ein klimaneutrales Fernwärmenetz sein. Wir müssen hier schnellstmöglich auch aus der Gas- und Müllverbrennung aussteigen.

Wir haben mit Germanzero einen KlimaStadtplan erstellt. Er zeigt auf, mit welchen Maßnahmen wir in den Sektoren Strom, Gebäudewärme, Verkehr und Wirtschaft Berlin klimaneutral gestalten können.

Download (pdf)

Wir wollen aber nichts vorgeben. Den Weg zur klimaneutralen Stadt muss das Abgeordnetenhaus entscheiden. Zur Unterstützung haben wir einen Klima-Bürger*innenrat durchgesetzt. In ihm haben von April bis Ende Juni 100 zufällig ausgeloste Menschen aus Berlin mit wissenschaftlicher Expertise Maßnahmen diskutiert und ausgehandelt. Hier sind seine Empfehlungen für konkrete Maßnahmen.

Ja. Es gibt Parteien, die uns unterstützen. Dazu gehören die GRÜNE JUGEND Berlin und die KLIMALISTE Berlin. Trotz alledem verstehen wir uns als eine parteiunabhängige, eigenständige und kritische Bewegung und wollen das auch bleiben. Wir begrüßen Einzelpersonen, Bewegungen und Parteien, die das gleiche Ziel haben wie wir und sich uns anschließen wollen. Parteispenden und Parteiwerbung lehnen wir strikt ab. Wir kämpfen für eine klimaneutrale Vision, unabhängig von Parteipolitik und Wirtschaftsinteressen.

Ja, hier findest du unser Spendenformular. Wir arbeiten weitgehend ehrenamtlich, haben aber für den immensen Organisationsaufwand sechs Halbtagsstellen geschaffen. Dazu kommen Kosten für Server, Software, Druck von Plakaten, Flyern und Material zum Unterschriftensammeln. Dazu kommen Raummieten und Honorare für Einzelleistungen (Fotografie, Grafik, Referent*innen für Workshops).

Neben finanzieller Unterstützung freuen wir uns aber auch, wenn ihr unseren Newsletter abonniert und uns auf unseren Social Media-Kanälen folgt:

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