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Birthstrike – Keine Kinder in der Klimakrise

Die Klimakrise wird unser aller Leben auf den Kopf stellen. Wir können mit Naturkatastrophen und Wasser- und Nahrungsengpässen rechnen, die zu Kriegen und Migrationsbewegungen führen. Folglich werden weltweit gesellschaftliche Systeme herausgefordert und instabiler werden. 

Was bedeutet das für unsere Zukunft? Für Manche bedeutet es, bewusst keine Kinder zu bekommen. Die Birthstrike-Bewegung (= Geburtenstreik) stellt die Familienplanung in den Kontext der Klimakrise. Sie denken daran, wie unserer Welt in zehn, zwanzig Jahren aussehen wird. Sie fragen sich, ob es sicher genug sein wird, in dieser Welt eine Familie zu gründen. Sie fragen sich, mit welchen Belastungen ein zukünftiges Kind leben wird. Kurzum, sie stellen infrage, ob unser Planet in naher Zukunft noch lebenswert sein wird. 

Die Birthstrike-Bewegung fordert, dass Regierungen ihre Sorgen ernst nehmen. Sie treten in einen Streik der besonderen Art: sie weigern sich Kinder zu bekommen. Solange kein Systemwandel erkennbar ist, der die 1,5 Grad-Grenze einhält, ist es für sie nicht vorstellbar ein Kind in die Welt zu setzen. Gleichzeitig betonen sie mit diesem Streik den Ernst der Lage. 

Es geht allerdings nicht darum, Menschen das Kinderkriegen zu verbieten. In der Bewegung gibt es Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und mit unterschiedlichen Familienkonstellationen. Sie alle verbindet die Angst, dass unsere Welt bald kein Ort mehr ist, in dem Kinder sicher aufwachsen können.