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Neue Studie: 100 % Erneuerbare Energien in Berlin-Brandenburg bis 2030

Eine neue Studie der Energy Watch Group zeigt auf, wie die Region Berlin-Brandenburg eine Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien in der Praxis zu ökonomisch wettbewerbsfähigen Kosten umsetzen kann.  Die Studie zeigt erstmals, wie die vollständige Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien in der Region mit kompletter Bedarfsdeckung aller Sektoren auch in winterlichen Dunkelflauten innerhalb von weniger als zehn Jahren gelingen kann. Hierfür wird der konkrete Ausbaubedarf an Erzeugungs-, Umwandlungs- und Energietransportkapazitäten für Ökostrom und grünen Wasserstoff berechnet.  

„Ein integriertes Energiesystem für die beiden Bundesländer könnte unmittelbar Kosten sparen und eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen in der Region erzielen. Es gibt keine wirtschaftlichen Argumente, die Energiewende in Brandenburg und Berlin weiter aufzuhalten“, so Dr. Thure Traber, Chefökonom der EWG und leitender Autor der Studie.  

Kostengünstigere Vollversorgung  

In den Koalitionsverträgen bekennen sich die Landesregierungen Berlins und Brandenburgs zum Ziel der Klimaneutralität Berlins im Sinne der 1,5-Grad-Grenze. Angestrebt wird, die Klimaneutralität der jeweiligen Länder schneller als gesetzlich vorgegeben zu erreichen. Die Energy Watch Group liefert hierfür den notwendigen wissenschaftlichen Fahrplan. 

„Dabei ermöglicht das von der EWG skizzierte Energiesystem nicht nur die zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze notwendige Senkung der energiebedingten Emissionen auf Null, sondern auch eine Senkung der Energiekosten von derzeit rund 90 Euro auf 75 Euro pro Megawattstunden.“ so Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group und Mitautor der Studie. 

Konkrete Ausbauziele bis 2030  

Für die Energieerzeugung zur vollständigen klimaschutzökonomischen Bedarfsdeckung schreibt das EWG-Energieszenario die folgenden Ausbauziele fest: 

  • Windkraft: Ausbau von heute 9 GW auf 12 GW 
  • Photovoltaik: Ausbau von heute 0,1 GW auf 11,9 GW in Berlin und von 1,1 GW auf 27 GW in Brandenburg (entspricht 0,5 % der Landesfläche) 
  • Geothermie: Zubau von 0,7 GW 
  • Bioenergie: Ausbau bis auf 3,3 GW  

Link zur Studie: