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Veröffentlicht am: Aktion

Super-Renditen für wenige, Sparpolitik für alle? Gemeinsam gegen die SuperReturn in Berlin

Vom 8. bis 12. Juni treffen sich im Berliner InterContinental Hotel die mächtigsten Finanzinvestorinnen der Welt. Die Konferenz trägt den bezeichnenden Namen „SuperReturn“ – Super-Rendite. Gemeint sind die Gewinne, die mit Immobilien, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur oder fossilen Geschäftsmodellen erzielt werden. Gewinne, die oft auf Kosten von Mieterinnen, Beschäftigten, Kommunen und unserer Umwelt entstehen.

Dagegen regt sich Widerstand. Zahlreiche Initiativen und soziale Bewegungen rufen zu Protesten gegen die Konferenz auf. So auch wir. Auch aus Berliner Perspektive gibt es viele Gründe, sich einzumischen.

Demonstration:
DONNERSTAG // 11.6.2026 // 16 UHR
HOTEL INTERCONTI // BUDAPESTER STR. 2 // 10787 BERLIN

Wenn Rendite wichtiger wird als das Gemeinwohl

Die Teilnehmer*innen der SuperReturn verwalten Vermögen in Höhe von mehr als 50 Billionen Euro. Mit diesem Kapital beeinflussen sie, wie wir wohnen, wie Gesundheitsversorgung organisiert wird, welche Infrastruktur gebaut wird und welche Wirtschaftsbereiche wachsen.

Besonders sichtbar wird das auf dem Wohnungsmarkt. Internationale Finanzinvestoren betrachten Wohnungen vor allem als Anlageobjekte. Die Folge sind steigende Mieten, Verdrängung und spekulative Geschäftsmodelle. Statt lebenswerte Quartiere zu schaffen, wird Wohnraum zur Ware.

Auch in Berlin erleben wir seit Jahren die Folgen dieser Entwicklung. Während bezahlbarer Wohnraum fehlt, werden bestehende Gebäude abgerissen, um profitablere Neubauten zu errichten. Dabei gehen wertvolle Ressourcen verloren, Nachbarschaften werden verdrängt und die Klimabelastung steigt.

Sparen beim Klima – Gewinne für Investoren

Die Debatte um die SuperReturn fällt in eine Zeit, in der auch in Berlin an vielen Stellen gekürzt wird. Ausgerechnet dort, wo Investitionen für die Zukunft dringend notwendig wären.

Klimaschutz, Klimaanpassung, soziale Infrastruktur und gemeinwohlorientierter Wohnungsbau benötigen langfristige öffentliche Investitionen. Stattdessen werden wichtige Vorhaben verschoben, Programme gekürzt oder ausgebremst.

Dabei zeigt die Klimakrise immer deutlicher ihre Folgen: Hitzewellen belasten besonders ältere Menschen, Kinder und Menschen mit geringem Einkommen. Grünflächen, Entsiegelung, energetische Sanierung und eine soziale Bauwende sind keine Luxusprojekte, sondern notwendige Investitionen in eine lebenswerte Stadt.

Während öffentliche Haushalte unter Spardruck geraten, verfügen globale Finanzakteure über enorme Kapitalmengen und erzielen weiterhin hohe Renditen. Die Frage ist deshalb nicht nur, ob genug Geld vorhanden ist – sondern wer darüber entscheidet, wofür es eingesetzt wird.

Eine andere Stadt ist möglich

Für Klimaneustart Berlin ist klar: Die sozial-ökologische Transformation darf nicht von Renditeinteressen abhängig gemacht werden.

Wir brauchen Investitionen in:

  • bezahlbaren und klimagerechten Wohnraum,
  • den Erhalt und die Sanierung bestehender Gebäude statt spekulativer Abrisse,
  • lebenswerte Quartiere mit Grünflächen, kurzen Wegen und sozialer Infrastruktur,
  • eine klimaresiliente Stadt für alle Berliner*innen,
  • demokratisch kontrollierte öffentliche Daseinsvorsorge.

Mit unserer Kampagne „Bauwende für Berlin – ökologisch und sozial“ setzen wir uns genau dafür ein: Stadtentwicklung muss sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren – nicht an den Renditeerwartungen internationaler Finanzmärkte.

Komm mit zur Demo!

Die SuperReturn ist kein Treffen im Verborgenen. Die mächtigsten Finanzakteure der Welt kommen mitten in Berlin zusammen. Das ist ein Anlass, sichtbar zu machen, dass viele Menschen eine andere Politik wollen.

Eine Politik, die Gemeinwohl vor Rendite stellt.

Eine Politik, die öffentliche Investitionen statt Kürzungen organisiert.

Eine Politik, die Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung zusammen denkt.

Deshalb: Komm zur Demo gegen die SuperReturn und setze gemeinsam mit vielen anderen ein Zeichen für eine soziale und klimagerechte Zukunft.

Super-Renditen für wenige? Nicht mit uns.